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	<title>Rheinischer Gulden &#8211; STADTFÜHRUNGEN MERCURIUS</title>
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	<description>Augsburg erleben nach dem Motto: Abheben vom Standard und das Besondere bieten</description>
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		<title>Fuggerei in Augsburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[LW]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jul 2018 11:17:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[arme Augsburger]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinischer Gulden]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialsiedlung]]></category>
		<category><![CDATA[Tafeldecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fuggerei &#8211; Weltweit älteste Sozialsiedlung JAKOBERSTRASSE 26, 86152 AUGSBURGÖFFNUNGSZEITEN APR-SEP: MO BIS FR 10:00 BIS 22:00 UHR, SA UND SO 08:30 BIS 22:00 UHR; Museen bis 18:00 Uhr ÖFFNUNGSZEITEN OKT-MRZ: &#8230; </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Fuggerei &#8211; Weltweit älteste Sozialsiedlung </strong></span></h2>



<h5 class="wp-block-heading">JAKOBERSTRASSE 26, 86152 AUGSBURG<br>ÖFFNUNGSZEITEN APR-SEP: MO BIS FR 10:00 BIS 22:00 UHR, SA UND SO 08:30 BIS 22:00 UHR; Museen bis 18:00 Uhr <br>ÖFFNUNGSZEITEN OKT-MRZ: MO BIS FR 10:00 BIS 22:00 UHR, SA UND SO 08:30 BIS 22:00 UHR; museen bis 20:00 Uhr</h5>



<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><strong>Die wechselvolle Geschichte der Fuggerei beginnt 1516, als Jakob Fugger der Reiche in der Jakobervorstadt teilweise bebaute Grundstücke kaufte. Jakob setzte damit ein Projekt um, dass er mit seinen älteren Brüdern Ulrich und Georg besprochen hatte. Zum Wohle des eigenen Seelenheils entstand eine Sozialsiedlung für arme katholische Augsburger Handwerker und Bürger.</strong></span></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gründung der Sozialsiedlung</strong></h3>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.visit-augsburg.eu/wp-content/uploads/Fuggerhaus-Jakob-Fugger-stiftet-die-Fuggerei-1622x1030-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="486" height="309" src="https://www.visit-augsburg.eu/wp-content/uploads/Fuggerhaus-Jakob-Fugger-stiftet-die-Fuggerei-0486x0309-1.jpg" alt="Fuggerpalast - Fassadenbild Jakob Fugger stiftet die Fuggerei (Postkarte)" class="wp-image-1469" srcset="https://www.visit-augsburg.eu/wp-content/uploads/Fuggerhaus-Jakob-Fugger-stiftet-die-Fuggerei-0486x0309-1.jpg 486w, https://www.visit-augsburg.eu/wp-content/uploads/Fuggerhaus-Jakob-Fugger-stiftet-die-Fuggerei-0486x0309-1-300x191.jpg 300w" sizes="(max-width: 486px) 100vw, 486px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Fuggerpalast &#8211; Fassadenbild Jakob Fugger stiftet die Fuggerei (Postkarte)</figcaption></figure>



<p>Jakob Fugger war Kaufmann, Montanunternehmer und Bankier. Die Textilfirma und die Bank der Eltern bildeten die Basis, auf der Ulrich, Georg und vor allem Jakob  vor rund 500 Jahren ein&nbsp;<strong>sagenhaftes Vermögen&nbsp;</strong>aufbauten. </p>



<p>Jakobs Leben und Wirken prägen Augsburgs Geschichte und Gesicht bis heute. Das ist nicht nur in der Jakobervorstadt spürbar, in der die &#8222;Fuggerei&#8220; steht. In der Vorstadt lebten auch andere Handwerker und Bürger in kleinen Anwesen. In der Fuggerei lebten die berechtigten Einwohner relativ komfortabel  in festgemauerten Reihenhäusern  und Pumpbrunnen zur Wasserversorgung .  Für den  Bau der Anlage  zwischen 1516 und 1523 hatte der Baumeisters Thomas Krebs die  Federführung.  Er baute in sechs Gassen 53 Doppelhäuser mit 106 Wohnungen; eine Wohnung im Erdgeschoss, die andere im ersten Stock.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stiftungsbrief von 1521</strong></h3>



<p>Die Fuggerei wurde am 23. August 1521 von Jakob Fugger als Wohnsiedlung für bedürftige fromme Augsburger Bürger und Handwerker gestiftet. Im Stiftungsbrief legte er fest:</p>



<p class="has-small-font-size"><em>„Namlich so sollen soliche hewser Fromen Armen taglönern und handtwerckern und burgern und inwonern dieser stadt Augsburg, die es notturftig sein und am besten angelegt ist, umb gottes willen gelichen und darin weder schankung muet und gab nit angesehen …“</em></p>



<p>Ergänzend verordnet Jakob Fugger noch drei Gebete (siehe unten &#8222;<strong>Mietkosten 1 Rh. Gulden und 3 Gebete</strong>&#8222;). </p>



<p>15 000 Goldgulden entnahm Jakob Fugger für die Grundstücke, die Bauten und als Stiftungskapital seiner Geldschatulle. Ihren Namen „<strong><em>Fuckerey</em></strong>“ erhielt die Sozialsiedlung erst 1531. </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kriege zerstören die Fuggerei</strong></h3>



<p>Im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg">Dreißigjährigen Krieg</a> wurde die Fuggerei von den schwedischen Truppen zwischen 1632 und 1635 weitgehend zerstört.  Nach dem Wiederaufbau erfolgten Erweiterungen der Fuggerei in den Jahren 1880 und 1938.  </p>



<p>Nach der erneuten großflächigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erhielt der Wiener Architekt Raimund Freiherr von Doblhoff den Auftrag zum Wiederaufbau.  27 Häuser waren nahezu komplett zerstört und viele beschädigt. Bereits 1947  konnten die ersten Gebäude wieder bezogen werden. In den 1950er Jahren war der Wiederaufbau der Wohnungen<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufbau"> </a>abgeschlossen. </p>



<p>Die letzte Erweiterung war auf hinzuerworbenen  angrenzenden Trümmergrundstücken auf heute 67 Häuser mit 140 Wohnungen bis 1973 möglich. Derzeit wohnen ca. 140 Augsburger in der Fuggerei.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kirche St. Markus</strong></h3>



<p>Ursprünglich besuchten die Bewohner die nahe gelegene  Kirche St. Jakob oder die Barfüßerkirche. Während der Reformation wurden beide Kirchen evangelisch.  Die katholischen Cousins Markus und Philipp Eduard Fugger stifteten kurzer Hand die Kirche St. Markus , die der Baumeister Hans Holl in den Jahren  1580/82 in der Siedlung errichtete. Hans Holl ist der Vater des Stadtwerkmeisters Elias Holl.</p>



<p>St. Markus wurde in der Barockzeit umgebaut und neu ausgestattet. Bei der Bombardierung im Februar 1944 brannte die Kirche komplett aus. Sie wurde 1950 wiederaufgebaut und mit geretteten oder neu hinzugefügten  Elementen ausgestattet, wobei die Steinepitaphien Originale sind. </p>



<p>Besonderheit:  Die Markuskapelle ist nicht nach Osten ausgerichtet, sondern dem Straßenverlauf am Markusplätzle angepasst. </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mietkosten 1 Rh. Gulden und 3 Gebete</strong></h3>



<p>Laut Stiftungsbrief beträgt die jährliche Wohnungskaltmiete 1 Rh. Gulden, was ungefähr dem Wochenlohn eines Webers entsprach. Seit 1. Januar 2002 beträgt der Mietzins 0,88 Euro. Hinzu kommen die mtl. Nebenkosten von durchschnittlich 90 Euro und 0,88 Euro als &#8222;Pfarrergulden&#8220;.  Entsprechend dem Mietvertrag sprechen die Bewohner täglich drei Gebete für das Seelenheil der Stifterfamilie und alle Guttäter. Die Gebete sind das <em>Vater unser</em>, das <em>Ave Maria</em>  und das <em>Glaubensbekenntnis</em>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="540" height="270" src="https://www.visit-augsburg.eu/wp-content/uploads/Goldgulden-Augsburg_01.jpg" alt="Augsburg, Reichsstadt, Goldgulden o. J. (1519-1556)" class="wp-image-1484" srcset="https://www.visit-augsburg.eu/wp-content/uploads/Goldgulden-Augsburg_01.jpg 540w, https://www.visit-augsburg.eu/wp-content/uploads/Goldgulden-Augsburg_01-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 540px) 100vw, 540px" /><figcaption class="wp-element-caption">Augsburg, Reichsstadt, Goldgulden o. J. (1519-1556). Stadtpyr in verziertem Herzschild und gekrönter Doppeladler mit Titel Karl V. </figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stadtpalais vs. Sozialsiedlung</strong></h3>



<p>Und dennoch bildet die Sozialsiedlung einen harten Kontrast zu den prunkvollen Stadtpalais am Rindermarkt und Weinmarkt. Vom  Rindermarkt aus der Goldenen Schreibstube steuert erst Ulrich und danach Jakob weltweite Geschäfte.  An den einst reichsten Mann Europas erinnert in der Oberstadt kein Denkmal. Jakobs Denkmal ist die Fuggerei, in der seit 2007 eine kleine Bronzebüste an den strenggläubigen Unternehmer und Wohltäter erinnert. </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eintrittsgelder und der Stiftungswald</strong></h3>



<p>Das Fürstlich und Gräflich Fuggersche Stiftungsforstamt Laugna verwaltet betriebsübergreifend 3200 ha Waldbesitz der neun zwischen 1509 und 1595 gegründeten Fugger-Stiftungen. Eine dieser Stiftungen ist die Fuggerei-Stiftung, die zusätzlich Eintrittsgelder für die Fuggerei einnimmt. Der Waldbesitz ist eine nachhaltige Grundlage für den Fortbestand der Stiftungen.</p>



<p><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="has-luminous-vivid-amber-background-color has-background">Soweit gewünscht und zeitlich möglich, können Sie die Fuggerei auch im Rahmen einer <a href="https://www.visit-augsburg.eu/fuehrungen-std/">Stadtführung </a>besuchen.</p>



<p>In den Sommermonaten ist bei passendem Wetter der Biergarten, betrieben von den <a title="Link zur Homepage der Tafeldecker in der Fuggerei" href="https://www.dietafeldecker.de/">Tafeldeckern in der Fuggerei</a>, geöffnet. In der Adventszeit gibt es an gleicher Stelle Weihnachtsbäume und Glühwein.</p>



<p>Tiefergehende offizielle Informationen über die Fuggerei erhalten Sie auch auf der Homepage &#8222;<a href="https://www.fugger.de/fuggerei">www.fugger.de</a>&#8222;.</p>
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